The Intersection of Nature, Science, and AI ArtSynopsis: Wenn Maschinen in der Lage sind, Erinnerungen zu verarbeiten, können sie dann auch davon träumen oder halluzinieren?
Seit 2016 erforscht das Refik Anadol Studio genau diese Idee durch KI-Datenskulpturen. Es handelt sich dabei um dynamische, multisensorische Kunstwerke, die riesige Datensätze in immersive visuelle Erfahrungen verwandeln. In diesem Vortrag wird Refik Anadol die Reise seines Studios zur Erschaffung solcher Kunstwerke vorstellen, welche die Grenzen zwischen der digitalen und physischen Welt verschwimmen lassen. Diese Projekte basieren auf interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Architekten und Gemeinden, um komplexe Datensätze auf eine Weise zu visualisieren, die zum Nachdenken anregt. Die Werke des Studios bieten neue Formen der kollektiven Gedächtnisvermittlung sowohl im öffentlichen als auch im virtuellen Raum und verbinden gleichzeitig die Schönheit natürlicher Phänomene mit modernster Technologie.
Biography
Refik Anadol (geb. 1985, Istanbul, Türkei) l, ein international renommierter Medienkünstler und Regisseur, ist ein Pionier auf dem Gebiet der Ästhetik der maschinellen Intelligenz. Er leitet das Refik Anadol Studio in Los Angeles und ist Dozent am UCLA Department of Design Media Arts. Anadols Arbeit verortet Kreativität an der Schnittstelle von Mensch und Maschine. Mit den Daten, die uns umgeben, als primärem Material und dem neuronalen Netzwerk eines computerisierten Geistes als Kollaborateur, bietet uns Anadol radikale Visualisierungen unserer digitalisierten Erinnerungen und erweitert die Möglichkeiten der interdisziplinären Kunst. Anadols ortsspezifische Datengemälde und -skulpturen, audiovisuelle Live-Performances und immersive Installationen nehmen viele Formen an und regen uns dazu an, unsere Auseinandersetzung mit dem Internet zu überdenken: physischen Welt, kollektiven Erfahrungen, öffentlicher Kunst, dezentralen Netzwerken und dem kreativen Potenzial der KI.
Anadols Arbeiten wurden unter anderem im MoMA, im Centre Pompidou-Metz, an der Art Basel, in der National Gallery of Victoria und auf der Architekturbiennale in Venedig ausgestellt.